Die Minerva-Vision Schulung in Wundern: Das Kopfkino um drei Uhr morgens
Es ist drei Uhr nachts. Ich wache auf und plötzlich ist sie da: Die Sorge um ein Projekt im Job, das nicht optimal läuft, oder das Grübeln über eine unbedachte Bemerkung, die ich gestern einer Kollegin gegenüber gemacht habe. Im Dunkeln des Schlafzimmers wächst dieses Problem zu einem unbezwingbaren Monster heran. Mein Herz klopft, mein Gehirn läuft auf Hochtouren und an Schlaf ist nicht mehr zu denken.
Dieses nächtliche Kopfkino ist eine biologische Falle. Nachts fehlen uns die Reize des Tages, und unser Gehirn neigt dazu, Gefahren übermäßig groß zu bewerten. Früher dachte ich, ich müsste diese Probleme genau jetzt, im Bett liegend, lösen. Das Ergebnis? Reine Erschöpfung am nächsten Morgen.
Heute habe ich eine eiserne Regel für mein Gedankenmanagement: Ich verhandle nicht mit mir selbst um drei Uhr morgens. Wenn die Sorgen kommen, sage ich mir innerlich: „Gedanken, ich sehe euch. Aber wir besprechen das morgen um neun Uhr am Schreibtisch.“ Dann konzentriere ich mich nur noch auf das Heben und Senken meiner Bauchdecke beim Atmen. Im Licht des nächsten Tages schrumpft das Monster meistens wieder zu einer ganz normalen, lösbaren Aufgabe zusammen.
Wunder-Botschaft: Gedanken in der Nacht sind wie Schatten an der Wand – sie wirken riesig, verlieren im Licht des Tages aber all ihre Macht.
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