Sehstörungen – Wenn die Welt verschwimmt
Mein Leben mit MS:
Hallo und herzlich willkommen bei MS-Voices! Ich bin Irene, und hier dreht sich alles um das Leben mit Multipler Sklerose (MS). Als ich vor einigen Jahren die Diagnose erhielt, hat sich mein Alltag auf den Kopf gestellt – und ich war plötzlich mit unzähligen Fragen, Ängsten und Herausforderungen konfrontiert. In diesem Blog möchte ich meine persönlichen Erfahrungen mit euch teilen und Menschen eine Stimme geben, die unter MS leiden. Wie ist das wirklich, mit MS zu leben? Wie verändert es den Alltag, die Beziehungen und die Zukunftsplanung? Hier gibt es ehrliche Einblicke, praktische Tipps und die ein oder andere Anekdote aus meinem Leben – direkt aus dem Herzen einer Betroffenen.
Siehst du das nicht?”
Nein. Ich sehe es nicht. Meine Augen lügen.
Was sind Sehstörungen bei MS?
Die Nerven, die vom Auge zum Gehirn führen, sind entzündet. Die Bilder kommen nicht mehr richtig an. Oder sie kommen verzerrt an. Oder sie kommen gar nicht an.
Wie fühlt sich das an?
Verschwommenes Sehen: Als würdest du durch eine beschlagene Scheibe schauen. Alles ist unscharf. Du kannst die Buchstaben auf dem Bildschirm nicht mehr lesen. Du musst blinzeln. Aber es wird nicht besser.
Doppelbilder: Du siehst alles doppelt. Zwei Türen, wo nur eine ist. Zwei Menschen, wo nur einer steht. Dein Gehirn kommt nicht hinterher. Du weißt nicht, welches Bild das richtige ist.
Farben verblassen: Die Welt wird grau. Farben, die früher leuchtend waren, sind jetzt blass. Als würde jemand die Sättigung zurückdrehen.
Gesichtsfeldausfall: Ein Teil deines Blickfeldes ist weg. Du siehst rechts alles, aber links fehlt ein Stück. Oder in der Mitte ist ein blinder Fleck.
Augenschmerzen: Dein Auge tut weh. Besonders, wenn du es bewegst. Als würde jemand von innen drücken.
Was macht das mit dir?
Du kannst nicht mehr Auto fahren. Weil du nicht mehr scharf siehst.
Du kannst nicht mehr lesen. Weil die Buchstaben verschwimmen.
Du stolperst ständig. Weil du Abstände nicht mehr richtig einschätzen kannst.
Du ziehst dich zurück. Weil du Angst hast, dass andere merken, dass du nicht richtig siehst.
Ein Bild, das es trifft:
Sehstörungen sind wie ein Fernseher mit Bildstörung. Das Bild flackert. Es ist unscharf. Manchmal fällt es ganz aus. Du schlägst drauf, aber es wird nicht besser.
Ein Betroffener beschrieb es so: “Es ist, als würde ich durch ein zerknittertes Stück Frischhaltefolie schauen. Ich sehe was, aber alles ist verzerrt.”
Mein Fazit:
Sehstörungen bei MS sind eines der häufigsten Frühsymptome. Oft gehen sie wieder weg. Manchmal bleiben sie. Aber eines ist sicher: Du bildest dir nichts ein.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Beitrag zu lesen! Ich hoffe, dass meine Erfahrungen dir ein Stück Klarheit oder Ermutigung schenken konnten. Als ich die Diagnose MS bekam, fühlte ich mich oft allein und überfordert. Genau deshalb habe ich ein Buch geschrieben, das ich selbst damals so dringend gebraucht hätte. „Spring, damit du fliegen kannst.: Ein Selbsthilfe-Ratgeber für MS-Erkrankte und ihre Angehörigen.“ Es ist bei Minerva-Vision erschienen. Wenn du Interesse hast, schau es dir gerne an – vielleicht ist es genau das, was auch dir weiterhelfen kann. Oder hör dir meinen Podcast „MS-Voices“ an. Bis zum nächsten Mal!
Du hast auch MS und möchtest mit mir in meinem Podcast darüber sprechen? Dann schreib mir eine Mail an: redaktion@minerva-vision.de.




