Die Minerva-Vision Schulung in Wundern: Die Küche ist sauber, aber das Projekt stockt
Ich habe mir fest vorgenommen, heute den schwierigen Brief an das Amt zu schreiben oder endlich das Konzept für meine Selbstständigkeit auszuarbeiten. Ein wichtiges Projekt, das mein Leben voranbringen soll. Doch statt den Laptop aufzuklappen, fange ich plötzlich an, die Küchenschränke auszuwischen, die Wäsche zu sortieren und die Mails zum fünften Mal zu checken. Am Abend bin ich müde, die Küche glänzt, aber das eigentliche Projekt wurde keinen Zentimeter bewegt.
Aufschieberitis (Prokrastination) ist kein Zeichen von Faulheit. Die Verhaltenspsychologie zeigt uns, dass wir Dinge aufschieben, weil die Aufgabe in uns unangenehme Gefühle wie Versagensangst oder Überforderung auslöst. Unser Gehirn flüchtet sich lieber in eine leichte, kontrollierbare Tätigkeit (wie Putzen), um ein schnelles Belohnungsgefühl zu bekommen.
Wenn ich mich heute beim Aufschieben erwische, schimpfe ich nicht mehr mit mir. Ich mache mir bewusst, dass meine Gedanken gerade versuchen, mich vor Unbehagen zu schützen. Und dann wende ich den „5-Minuten-Trick“ an: Ich nehme mir vor, nur fünf Minuten an dem Projekt zu arbeiten. Danach darf ich aufhören. Das nimmt den Druck raus. Und das Beste daran? Wenn man erst einmal angefangen hat, läuft es meistens von ganz allein.terzuregel
Wunder-Botschaft: Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es trotz der Angst Schritt für Schritt zu tun.
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