Mindful Moments

Wer sind eigentlich diese Gewittermenschen?

Wie du einen Narzissten erkennst.

Er war so charmant. So aufmerksam. So zugewandt. Und dann?
Plötzlich laut. Kalt. Hart. Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht.“

Wenn du diesen Satz kennst, bist du nicht allein.

Was ist ein Gewittermensch?

Ein Gewittermensch ist kein offizieller Begriff. Aber ein ziemlich treffender. Denn er beschreibt eine bestimmte Art Mensch, die emotional unberechenbar ist.
Heute Sonnenschein. Morgen Sturm. Heute Komplimente. Morgen Kritik. Heute „Du bist das Beste, was mir je passiert ist“ –
morgen „Mit dir ist einfach nichts richtig.“ Diese Menschen sind oft narzisstisch geprägt. Sie sind nicht immer laut. Manchmal sind sie ganz still. Aber sie hinterlassen in dir Verwirrung, Schuldgefühle und das Gefühl, ständig auf einem Minenfeld zu laufen.


Warum sie uns so schnell in den Bann ziehen

Gewittermenschen haben oft etwas sehr Anziehendes: Sie sind wach, charismatisch, wortgewandt – und unglaublich aufmerksam. Zumindest am Anfang. Sie geben dir das Gefühl, gesehen zu werden wie nie zuvor. Aber sie meinen nicht dich. Sie meinen die Idee von dir. Und sobald du dich bewegst, atmest, widersprichst, zieht das Gewitter auf.

Du beginnst, dich zu hinterfragen. War es mein Ton? War ich zu viel? Bin ich vielleicht wirklich kompliziert? Und damit fängst du an, dich zu verlieren.


3-Minuten-Test: Bist du einem Gewittermenschen begegnet?

Mach diesen Schnell-Check:
Wenn du 3 oder mehr Aussagen innerlich bejahst, bist du wahrscheinlich in Kontakt mit einem.

  1. Ich habe oft das Gefühl, mich entschuldigen zu müssen – ohne zu wissen, wofür.
  2. Die Stimmung kippt ohne Vorwarnung.
  3. Ich werde für Dinge kritisiert, die anfangs geliebt wurden.
  4. Ich habe mich verändert, um Streit zu vermeiden.
  5. Ich vertraue meinem Gefühl weniger als früher.
  6. Ich habe Angst, ehrlich zu sagen, was ich denke oder fühle.
  7. Ich rede mir Dinge schön, die mir eigentlich nicht guttun.

Der Stimmungs-Barometer-Test

Setz dich heute Abend für 3 Minuten hin und frag dich:

  • Welche 3 Gefühle hatte ich heute in Bezug auf diese Person?
  • Waren sie stabil – oder extrem wechselhaft?
  • Waren sie meine Gefühle – oder Reaktionen auf sein/ihr Verhalten?

Schreib es auf. Nur für dich. Du musst nichts entscheiden. Nur wahrnehmen. Denn Klarheit beginnt nicht mit Antworten, sondern mit dem Mut, wieder zu spüren.


Quick-Check:

Du musst keinen Menschen pathologisieren. Aber du darfst deine Gefühle ernst nehmen. Ein „Gewittermensch“ bringt nicht deine dunkle Seite zum Vorschein,
sondern sein eigenes Unwetter. Du bist nicht dafür da, es aufzuhalten.

Zum Weiterlesen: “Gewittermensch” von Livia Brand. Manchmal kann man Narzissten nicht entgehen. Sie können Teil deiner Familie sein oder tauchen an deinem Arbeitsplatz auf. Man kann sich gegen sie behaupten, ohne sich in ihre Strategien verwickeln zu lassen. Aber dazu braucht es eine funktionierende Taktik und einen kühlen Kopf.

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