Gesund bleiben

Von alten Katzen, lahmen Knochen und dem Wunder-Bone

Hier schreibt die Ute. Über 50, mit mehr Lebenserfahrung als Faltencremes im Badezimmerschrank. Liebt Bücher, guten Rotwein und Gespräche, die auch mal wehtun dürfen. Sie hält nichts von Schönheitswahn und Fitness-Apps, aber viel von ehrlichen Worten und warmem Apfelkuchen. Mit Sahne. Und jeden Dienstag schenkt sie uns ihre Gedanken.

Ich habe ja immer gedacht, dass nur wir Menschen ab einem gewissen Alter anfangen, morgens beim Aufstehen zu ächzen wie ein alter Kleiderschrank. Aber neulich schaue ich meine Katze Frieda an. Zwölf Jahre, schöne, graue Dame, stolze Erscheinung und was macht sie?
Sie springt nicht mehr aufs Fensterbrett. Sie legt sich mit einem Geräusch hin, das man nur als Seufzen beschreiben kann. Ich dachte erst: „Na gut, auch Katzen werden halt gemütlich mit den Jahren.“ Aber dann sagt die Tierärztin beiläufig „Arthrose! Das haben die meisten alten Katzen, aber die Halter merken es oft gar nicht.“

Frieda zeigt keine Schwäche

Katzen würden nie jammern. Nie. Da sind sie ganz anders als wir, die wir bei einer kleinen Zerrung schon wochenlang lamentieren und jedem in der Nachbarschaft davon erzählen. Wenn die Katze also nicht mehr wie ein flauschiger Pfeil durchs Wohnzimmer schießt oder plötzlich lieber unten auf dem Sofa döst als oben auf dem Kratzbaum thront, dann kann das Arthrose sein. Und was machen wir dann? Genau: Wir googeln. Wir füttern Nahrungsergänzung, stellen ein weiches Kissen hin, kaufen das teure Senior-Futter. Und Frieda? Guckt uns an, als wolle sie sagen: „Jetzt drehst du völlig durch.“

Der Bone klingt komisch, hilft aber

Jetzt hat mir die Tierärztin etwas erzählt, das ich wirklich spannend finde: der Bone von better4pets.de. Klingt nach einem Kauknochen für Hunde, ist es aber nicht. Nein, das ist ein Trainingsgerät, auch für Katzen: ein stabiles Balance-Element, auf dem die Katze ganz alleine ihre Muskeln stärkt, das Gleichgewicht schult und ihre Gelenke mobilisiert.
Ja, ich weiß, ich höre die skeptischen Stimmen schon: „Meine Katze auf einem Trainings-Bone? Die lacht mich doch aus!“

Friedas Selbstversuch

Ich habe Frieda diesen Bone hingestellt und mit etwas Katzenminze eingerieben. Sie hat ihn erst skeptisch beschnuppert, dann einmal mit der Pfote angestupst, sich umgedreht, demonstrativ ihr Fell geputzt und am nächsten Morgen lag sie plötzlich oben drauf, als wäre es ihr neuer Thron.

Seitdem bewegt sie sich wieder geschmeidiger, streckt sich mehr, und ich bilde mir ein, dass sie sogar wieder ein bisschen frecher schaut. Vielleicht auch, weil sie weiß, dass sie jetzt wieder überall hochkommt, wo sie will.

Alte Katzen sind wie alte Damen: Sie wollen kein Mitleid. Sie wollen Würde. Der Bone ist keine Zauberwaffe, aber er kann helfen, die Gelenke sanft zu mobilisieren und der Katze wieder ein bisschen mehr von ihrer einstigen Eleganz zurückzugeben. Und wir? Wir dürfen staunen, wie unsere alten Königinnen plötzlich wieder auf ihre Fensterbank hüpfen, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.

Die Ute vom Dienstag

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