Freizeit

Juli im Garten: Unkraut

Alles auf einen Blick. | Vom Garten auf den Tisch – Der Wegweiser zur Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. 

Für dich ist es kein Garten, sondern ein grünes Paradies, wo jeder Quadratzentimeter Erde zählt und jede Pflanze eine Rolle in unserem Ökosystem spielt? Dann bist du hier richtig. Dieser Blog ist für alle Gartenliebhaber und Selbstversorger, die den Traum hegen, unabhängiger von industriellen Lebensmittelketten zu werden und die eine tiefe Verbindung zur Natur suchen. Von der Planung der Beete über die Auswahl der besten Pflanzen bis hin zur Ernte und Konservierung eurer eigenen Lebensmittel – wir decken alle Aspekte ab, die euch helfen, erfolgreich und nachhaltig zu gärtnern.


Hier schreibt: Schwester Christa Weinrich. Die Gartenbauingenieurin und Ordensfrau der Benediktinerinnen Abtei zur Heiligen Maria Fulda betreut seit vielen Jahren die umfangreichen Gärtnereien und Plantagen, die der Abtei Fulda zugehörig sind und gilt als Expertin für den biologischen Gartenbau. 

Effektives Kompostieren von Unkräutern: So gelingt es problemlos

Kompostieren ist eine hervorragende Methode, um Gartenabfälle in wertvollen Humus zu verwandeln. Doch das Kompostieren von Unkräutern kann knifflig sein, da deren Wurzeln und Samen unter Umständen den Prozess stören können. Hier erfährt man, wie Unkräuter richtig kompostiert werden, um eine effektive Verrottung zu gewährleisten und Unkrautsamen im Kompost zu vermeiden.

Vorbereitung: Erde ausschütteln 

Werden größere Mengen an Unkräutern als Kompostmaterial eingesetzt, geht das nicht immer problemlos vonstatten. Da mit dem Wurzelwerk der Unkräuter sehr viel Erde anfällt, drückt diese die Verrottungstemperatur im Komposthaufen nach unten oder lässt erst gar keine ausreichend hohe Temperatur aufkommen. Zunächst muss also die Erde so gut wie möglich ausgeschüttelt werden.

 Unkräuter richtig einbauen 

Damit Unkräuter im Komposthaufen effizient verrotten und ihre Samen abgetötet werden, müssen sie korrekt eingebaut werden.

Anleitung:

  1. Mitte des Komposthaufens: Unkräuter immer möglichst in die Mitte des Komposthaufens einbauen, da dort die Wärmeentwicklung am größten ist.
  2. Schichtung: Unkräuter in Schichten einarbeiten, um eine gleichmäßige Verrottung zu fördern.

Hitzeentwicklung fördern 

Um sicherzustellen, dass die Samen und Wurzeln der Quecken abgetötet werden, muss der Komposthaufen ausreichend heiß werden. 

Empfohlene Materialien:

  • Grünes Material: Frisches grünes Material wie Rasenschnitt und Gartenabfälle hinzufügen.
  • Brennnesseln: Brennnesseln sind ideal, um die Hitzeentwicklung zu fördern.
  • Kalk und Brennnesseljauche: Diese Zusätze helfen, die notwendige Temperatur im Komposthaufen zu erreichen.

Wer dennoch Bedenken hat, sich mit diesem Kompost zu viele Unkrautsamen aufs Land zu holen, muss auf hohes, samentragendes Unkraut im eigenen Kompost verzichten und diesen in die Biotonne geben. 

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